Club der Cleveren

Club der Cleveren

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00:00:02:

00:00:07: Da sind wir wieder mit einer neuen Folge von Club der Cleveren, dem UN-Podcast für Persönliches Wachstum.

00:00:12: Mit mir Elisabeth Eidenberger und mit einer beeindruckenden Frau als Gast nämlich Vera Steinhäuser.

00:00:20: Nach vielen Jahren in der internationalen Werbebranche hat sie sich selbstständig gemacht.

00:00:24: Sie ist heute Kommunikationsexpertin, sie ist erfolgreiche Buchautorin und sie ist vor allem leidenschaftliche Coaching für Female Empowerment & Female Leadership.

00:00:35: Sie will damit Frauen inspirieren, einen authentischen und wertorientierten Führungsstil zu leben.

00:00:40: Ja und genau darüber haben wir auch gesprochen über die Herausforderungen aber auch Chancen von Frauen in Führungspositionen.

00:00:47: warum denn Gleichstellung in Wirtschaft und Gesellschaft immer noch keine Selbstverständlichkeit ist?

00:00:53: Warum Frauen einen sozialen Preis zahlen wenn sie Führingspositionen übernehmen?

00:00:58: naja und wir wollen natürlich Mut machen, nämlich Mut Macht zu übernehmen und dass es keineswegs negativ behaftet.

00:01:05: Mut zum gestalten und Vera Steinhäuser nimmt uns auch mit in ihre Geschichte wie sie überhaupt so diesem Thema gekommen ist.

00:01:12: Freut euch auf inspirierende Einblicke!

00:01:15: Ich sage viel Spaß mit Club der cleveren Ex-Vera-Steinhäuser.

00:01:21: Herzlich willkommen Vera Steinhauser.

00:01:22: Hallo liebe Elisabeth ich freue mich das ich bei dir bin.

00:01:28: Jetzt habe ich schon erzählt, du bist in unterschiedlichen Bereichen.

00:01:30: Du bist in der Kommunikationsbranche sozusagen groß geworden und hast dann ein bisschen seitengewechselt ins Coaching gegangen.

00:01:37: Wie würdest du dich denn selbst in einem Satz beschreiben?

00:01:41: Poin!

00:01:41: Einem Satz, das ist aber jetzt eine steile Vorlage

00:01:43: gleich zum Start.

00:01:45: Man muss ja die Gäste ein bisschen fordern.

00:01:46: Ja also ich darf aber Beistriche machen

00:01:48: oder?

00:01:48: Sehr gerne.

00:01:49: Viele viele

00:01:49: Beistrie.

00:01:50: Also ich bin einmal allen voran Mama.

00:01:52: mein Sohn ist dreizehn der liebe Elliot.

00:01:55: Ich bin Partnerin und lebe in einer Partnerschaft war noch nie verheiratet.

00:02:00: warum es so ist nämlich nicht passiert dass darf man gerne meinen Buch nachlesen das Interessante.

00:02:05: Ich bin Kommunikationsexperte, wie du es schon gesagt hast und aber vor allem jetzt seit einigen Jahren leidenschaftliche Coaching.

00:02:13: Und ich habe mich spezialisiert auf den Bereich Female Empowerment & Female Leadership.

00:02:17: Jetzt sind wir schon bei dem Schlagwort des Female Leaderships und ich habe eine sehr unrepräsentative Umfrage gemacht in meinem Umfeld weil wir sind ja heute bei der ON Wirtschaftsakademie wo du deinen Vortrag hältst Und ich habe mit Menschen gesprochen, wo bin ich denn heute und wer trägt ihn hervor?

00:02:34: Und dann kam das Thema als Female Leadership.

00:02:38: Jetzt gab es dann so zwei Reaktionen auf diesen Begriff.

00:02:41: Jetzt bin ich gespannt!

00:02:42: Und

00:02:42: das eine war, und das war jetzt witzigerweise nicht die Männer haben so reagiert und die Frauen so sondern sind beide gemischt.

00:02:48: und die einen haben gesagt wow ja female leadership female empowerment sich gegenseitig zu unterstützen Frauen vieles zur ermöglichen Gleichstellung usw.

00:02:57: unfassbar wichtig voll interessant und die anderen eben auch eine Gemischtegruppe gesagt schon wieder dieses Female Empowerment und dieser Emanzipatismus.

00:03:07: Und haben wir es nicht eh schon?

00:03:08: Wir wissen ja eh, dass man das brauchen aber irgendwie so gefühlt die Nase voll zu haben, damit man mit diesem Begriff so ausgehen geht.

00:03:16: Wie gehst du denn mit dem Begriff um?

00:03:18: Weil bei dir steht er auch ganz groß drauf.

00:03:20: Kannst du dir vorstellen, dass ich natürlich diese Reaktionen immer wieder bekomme?

00:03:25: Es gibt da einfach ganz klare Fakten, die dafür sprechen, dass wir eben

00:03:29: noch

00:03:29: nicht dort sind alles wissen, schon alles richtig machen und eh das schon fast gegeben ist.

00:03:37: Welche Fakten willst du hören?

00:03:38: Also schauen wir uns mal die Kehrarbeit an!

00:03:40: In Österreich werden zwischen sixty-fünfundssechzig Prozent der Keharbeit von den Frauen geleistet.

00:03:47: oder schauen wir seine Zahl in Deutschland an.

00:03:49: Das sind mehr Steffens und Christians als Vorständen in den DAX-Vorständen also von den deutschen Aktienunternehmen als Frauen zusammen.

00:04:01: Oder nehmen wir her, wenn wir zum Beispiel in USA – aber wir können auch jede andere Volkswirtschaft auf diesem Planeten heranziehen.

00:04:08: Die Kehrarbeit mit einem durchschnittlichen Stundenlohn entlohnen würden ab morgen dann wäre das in USA zum Beispiel ab sofort der größte Wirtschaftszweig des Landes vor Pharma, vor Tech, vor allen anderen Disziplinen und Branchen.

00:04:25: also insofern es gibt so viele Fakten die dafür sprechen dass wir eben noch nicht soweit sind.

00:04:31: Ich will aber natürlich gerne in einer Welt leben, wo wir dann irgendwann einmal auch so weit sind zu sagen ach das brauchen wir nicht mehr.

00:04:37: Also meine berufliche Mission ist dass ich mich selbst abschaffe.

00:04:42: Das ist doch mal eine gute

00:04:43: Mission noch!

00:04:45: Ich glaube bis zur meiner Pension falls ich jemals in Pension gehen sollte geht sich das locker aus

00:04:52: Wenn du auf deine Karriere schaust und eben du bist Kommunikationsexpertin.

00:04:58: Was war denn so vielleicht eine Zeit, eine Person?

00:05:01: Eine Lebensphase die dich ganz besonders auf deinem Karriereweg geprägt

00:05:04: hat.

00:05:04: Da gibt es ganz viele.

00:05:06: also ich habe das Glück gehabt in der Kommunikationsbranche mit meinen Fähigkeiten und Talenten eben sehr gut aufgehoben zu sein.

00:05:13: Ich bin von meiner Persönlichkeit sehr dynamisch Und hab das auch sehr geschätzt dass in dieser Branche eben es sehr dynamis zugeht und man eben mit solchen Anlagen der noch gut aufgehoben ist.

00:05:23: Also insofern waren das wirklich sehr sehr spannende und auch wichtige fast zwanzig Jahre für mich, aber dann in weiterer Folge kam so ein ganz entscheidender Moment wo sich berufliches und privat das sehr eng miteinander verknüpft hat.

00:05:39: Nämlich die Geburt meiner Sohne ist und ich bin dann eben nach meiner Babypause auch nicht mehr zurückgegangen in meinen alten Job.

00:05:45: also ich war als ich in Karenz ging Geschäftsführerin von einer internationalen Werbeurgentur in Wien und bin dann während meiner Karenz gekündigt worden.

00:05:55: Das ist möglich.

00:05:56: Sehr ungewöhnlich

00:05:58: jedoch.

00:05:58: Liegt vielleicht auch daran, dass es eben gar nicht so oft Geschäftsführerinnenverträge gibt sondern sehr oft eben oder viel öfters Geschäftsführerverträge.

00:06:09: aber in manchen Geschäfts-Führerinnen Verträgen ist es eben durchaus möglich das da kleingedrucktes drinsteht – das dies ermöglicht!

00:06:17: Ich bin ehrlich ich habe mich in meinem Leben leider viel zu selten mit den Kleingedrückten auch beschäftigt, ein bisschen eine Schwäche vor mir Und in diesem Fall, ich hätt's wahrscheinlich auch nicht anders entschieden.

00:06:28: Hätte ich mich mit dem beschäftigt?

00:06:30: Ich wollte das damals machen und ich habe einfach unterschrieben und dann als ich im Babypause war und man mich gekündigt hat, hab' ich das kleine Druck da auch gelesen und gemerkt, ah ja okay, das geht also!

00:06:41: Und jetzt rückblickend betrachtet war das aber ganz ein wichtiger Moment für mich weil ich zum ersten Mal in meinem Leben gemerkt habe,

00:06:49: aha...

00:06:50: Das macht doch einen Unterschied.

00:06:52: Bis dahin war ich naiv genug zu glauben, mir geht es genau gleich wie den Männern hier und ich werde gar nicht benachteiligt.

00:07:00: aber dann in dem Moment ist mir schon mal klar geworden ist vielleicht doch nicht ganz so.

00:07:05: Und eben wenn du mich fragst nach den wichtigen Momenten in meinem Werdegang, ist zum Beispiel das eine mit dieser tollen Karrierenerwerbung und aber auch dieses Erwachen von dem ich jetzt erzählt habe sicherlich auf jeden Fall ganz entscheidend gewesen.

00:07:20: beides

00:07:21: Was war denn für dich immer so?

00:07:22: vielleicht ein Ansporn oder auch eine Triebfeder?

00:07:25: Jetzt habe ich schon mehr als vierzig Gespräche führen dürfen bei Club der Kleberen und da merkt man, jeder hat so unterschiedliche Ansprüche.

00:07:32: Die einen wollen halt einfach Karriere machen die haben dieses große Ziel.

00:07:36: Ich hatte letztens Thomas Prezina da, der ja gemobbt wurde in der Schule.

00:07:39: Der Deutschlehrer hat gesagt, mach Jani was mit Deutsch und für ihn war dieses jetzt erst recht oft auch eine Trilfräder.

00:07:45: Auch ganz spannend!

00:07:46: Also jeder hat so seine Ding... Was war denn für dich immer der Ansporn?

00:07:50: Dass du sagst, und jetzt einmal das und dann noch mal das nächste und gibst du sowas?

00:07:55: Ja also mich hat es eigentlich immer alles wie sagt man so schön gezogen.

00:07:59: Also ich hab wirklich ... Und dafür bin ich auch un... endlich dankbar, das Glück in meinem Leben gehabt.

00:08:06: Mehr oder weniger immer das nächste was mich interessiert hat schon gewartet auf mich also um die Ecke gewartet und ich einfach nur um die Eckigen musste um zu sehen ah cool spannend!

00:08:16: Das will ich gerne machen und ich habe immer eigentlich bei allem was ich gemacht hab einen hohen Anspruch an das, was ich mache.

00:08:25: Das hat nicht nur Vorteile – das ist manchmal ganz schön hart weil das natürlich auch dazu führt dass man sehr oft oder ich sehr oft in meinem Leben durchaus unentspannt war Rückblickend mir dann auf Denk, warum habe ich das nicht ein bisschen lockerer genommen?

00:08:41: Warum habe ich es nicht ein bißchen mehr genossen

00:08:44: am Weg.

00:08:45: Also insofern, dass ist sicher das eine, dass ich das Glück hatte, dass es immer irgendwo klar war wo's mich wieder hinzieht und eben gepaart auch mit dem Anspruch an mich selbst Das was ich mache gut zu machen.

00:08:57: Und jetzt mit dem, was ich aktuell tue eben dieses Thema Female Leadership und Female Empowerment.

00:09:04: Da will ich ganz ehrlich sein das hat mich gefunden das Thema.

00:09:06: es war nicht so dass ich mir überlegt habe okay jetzt bin ich Business Coaching, was könnte denn spannend sein?

00:09:12: Sondern ich hab einfach beobachtet relativ bald am Anfang dieser Karriere wer kommt denn alles zu mir Und was sehen denn diese Personen in mir?

00:09:20: Und da bin ich sehr schnell drauf gekommen, okay es kommen sehr viele Frauen und die sehen halt etwas in mir wo sie sich andoppten können oder wo sie eben wie man so schön im Englisch sagt riläten können bei mir.

00:09:33: Weil halt meine Karriere gewisse Milestones hatte und sie eben an diesen Milestones anknüpfen können.

00:09:39: also stichwort Ich habe mit dreiundzwanzig mein erstes großes Team geführt.

00:09:44: Das war extrem

00:09:46: früh, das waren zwanzig Menschen.

00:09:48: Die Hälfte war männlich und die andere Hälfe war viel älter oder um einiges älters.

00:09:52: ich also doppelt schwierig als junge Frau dann eben so ein großes Team zu übernehmen und insofern sind es durchaus auch Attribute.

00:10:02: wenn man jetzt mich als Coaching wählt wo man weiß okay bei dem Thema da wird sie sich schon irgendwie gut auskennen.

00:10:09: Das hat sie ihre eigenen Erfahrungen gemacht.

00:10:18: Die Lehrbücher

00:10:19: sind

00:10:19: schon auch wichtig und gerade im Coaching sagt man ja, Coaching ist kontextunabhängig.

00:10:24: also ich kann durchaus auch Menschen aus ganz unterschiedlichen Branchen coachen mache ich auch als ich muss jetzt nicht Medizin studiert haben um Ärzte innen coaching zu können.

00:10:35: das stimmt natürlich es ist total Kontext.

00:10:38: Aber gerade, was das Thema Leadership angeht, merke ich schon auch in meinen Coachings.

00:10:43: Dass meine eigene Geschichte – Schreckstrich Leidensgeschichte zu dem Thema – durchaus auch in meinem Coaching einen Mehrwert bringt!

00:10:54: Wenn du schon die Leidendsgeschichte ansprichst?

00:10:58: Wie bist du denn mit diesen Rückschlägen oder diesen Tiefpunkten, weil es ist ja….

00:11:03: durchaus vorstellen, ich glaube auch viele die vielleicht zuhören gerade Frauen, die eine Führungsposition hatten.

00:11:09: Vielleicht eben auch in Querenz gegangen sind zurückgekommen sind, vielleicht nicht mehr diese Position bekommen haben können das echt nachvollziehen dass man ja schon auch mit dem eigenen Ego dann kämpft wenn es da nicht mehr so ist und dieses muss man mal verkraften wie Du das verkraftet, wie schnell hast du das auch wieder?

00:11:25: Verdauert und gesagt okay dann so immer was anderes.

00:11:27: Also ich bin schon wie soll ich sagen sehr selbst reflektiert.

00:11:32: also ich bin ja jemand der früh angefangen hat mit Therapie eben selbst auch Coaching zu machen.

00:11:40: Das hat mir einfach enorm geholfen auch schon ganz früh da in solchen Momenten die richtigen Tools zu haben.

00:11:48: Also ich habe auch Psychologie studiert, vielleicht als Ergänzung an der Stelle und war da immer sehr affin.

00:11:54: Und hab dann eben in solchen Momenten die du da gerade ansprichst auch immer sehr schnell gewusst okay wo kann ich mir den Hilfe suchen?

00:12:01: Und hab mich auch nicht davor gescheut das zu machen.

00:12:04: also ich habe nie irgendwo das Gefühl gehabt puh das muss ich jetzt völlig alleine durch leiden oder alleine durchstehen sondern ich habe schon immer gewusst nein ich darf mir da auch Hilfe holen und es hat natürlich enorm geholfen.

00:12:16: Und dann bin ich auch von der Persönlichkeit zugestrickt.

00:12:20: Ich halte mich nicht sehr lange auf mit der Frage nach dem Warum, weil sie auch selten eine sehr zufriedenstellende Antwort bringt – was habe ich von der Antwort zu wissen?

00:12:31: Warum das jetzt passiert ist?

00:12:33: Viel mehr bin ich immer schon auf den Weg gewesen zu fragen und jetzt!

00:12:39: Also mit allem was jetzt passiert ist, das mache ich jetzt damit.

00:12:43: Es gibt immer eine Möglichkeit auch und sei es das Allerblödsste oder Schlimmste was passiert ist etwas Positives draus zu ziehen.

00:12:50: Nicht die Frage nach dem Warum sondern die Frage Nach dem Wofür?

00:12:53: Zum Beispiel oder Und Jetzt fange ich ganz besonders gerne an in meinen Coachings Was machen wir jetzt damit?

00:12:59: In der Vergangenheit können wir ja nicht... Die Zeit können wir nicht verändern, da können wir die Zeit nicht zurückdrehen Wenn wir über das Thema Gleichstellung sprechen und du ja viele Coachings machst, viele Leute kennenlernst und natürlich mit deinen Vorträgen auch viel unterwegs bist.

00:13:13: Wo siehst Du denn das Thema gleichstellung in Österreich?

00:13:15: In den Unternehmen derzeit?

00:13:18: Naja... Wir haben schon noch Aufholbedarf würde ich mal meinen.

00:13:22: Es gibt ja ein Ranking von World Economic Forum Das wird jedes Jahr wieder neu evaluiert Und da waren wir mit Österreich schon mal auf Platz ein und zwanzig jetzt im weltweiten Vergleich, gar nicht einmal so schlecht.

00:13:35: Wir sind aber dann nach Platz sechsundvierzig zurückgeschlittert.

00:13:40: Da stehen wir jetzt in etwa.

00:13:41: also wir sind da wirklich ein paar Plätze zurückgefallen.

00:13:45: Also wir sehen schon allein wiederum an diesen Zahlen.

00:13:47: Na ja, da ist schon noch was zu tun!

00:13:50: Und wie du das ja ansprichst, ich bin natürlich in vielen Unternehmen auch mit dem Thema unterwegs und da erkenne ich natürlich schon noch diverse Hürden und diverse Schwierigkeiten die wir einfach strukturell aus dem Weg räumen müssen.

00:14:04: Und zu denen wir uns auch bekennen müssen und sagen müssen okay wir sehen es.

00:14:09: Wir erkennen und anerkennen dass dann noch was zu tun ist.

00:14:12: Und wieder die Frage, was machen wir jetzt?

00:14:15: Da sind denn so Bürden, die da so herumstehen.

00:14:18: Da gibt es ganz viele!

00:14:19: Das werden wir heute in meinem Vortrag ja auch ein bisschen gemeinsam arbeiten mit dem Publikum.

00:14:23: Da bin ich schon sehr gespannt, was da kommt, weil ich das gerne immer wieder auch ... zuhörenden Runderstelle als Frage, aber es gibt ganz viele.

00:14:33: Also einer der ist ganz bestimmt ein sehr, sehr valider.

00:14:37: Es ist noch immer nicht so dass für Frauen ein Erfolg gleich bewertet wird als das zum Beispiel für den Mann ist also ganz knapp und banal zusammengefasst Der Mann wird immer sympathischer hier erfolgreicher wird Und die Frau leider immer unsympathischer.

00:14:55: In der feministischen Diskussion nennt man das den sozialen Preis und dieser soziale Preise ist noch immer viel zu hoch.

00:15:03: Der steckt zum Beispiel dahinter, weil ich mich auch manchmal mit Menschen aus den HA-Abteilungen, also Human Resources, aus dem Personalabteilung unterhalte, dir dann oft Dinge sagen wie ja wir wollen gerne mehr Frauen aber sie bewerben sich halt nicht... Das kenne ich auch.

00:15:19: Ja oder die Frauen wollen ja eigentlich gar nicht.

00:15:21: und das ist natürlich dann auch tatsächlich oft genau dieser Aspekte, der im Hintergrund steht dass Frauen diesen sozialen Preis berücksichtigen und verständlicherweise eben manchmal sagen Nein!

00:15:36: Der ist mir zu hoch Ich bin nicht bereit ihn zu zahlen.

00:15:39: Das ist zum Beispiel eine sehr bekannte Hürde und einer meiner, wie soll ich sagen, Fokuspunkte in meiner Arbeit.

00:15:45: Weil ich glaube das sind wir natürlich auch alle gefordert an dieser Schraube zu drehen weil solange dieser Preis so hoch ist wird sich in der Gleichstellung gar nichts bewegen.

00:15:56: Und immer wenn es um Gleichstellung geht kommt postwendend auch das Thema der Quote.

00:16:03: Wie stehst du denn zum Thema Quote?

00:16:04: Frauenquoten in Aufsichtsretten, Frauenquotendenvorständen

00:16:07: usw.?

00:16:08: Da schließe ich gerne ein bisschen den Bogen zurück.

00:16:11: zu einer Einstiegsfrage.

00:16:13: wo du deine Blitzumfrage gemacht hast, auch da kann ich dir sagen.

00:16:18: Ich will natürlich in einer Welt leben irgendwann mal, wo wir die Quote nicht mehr brauchen aber währenddessen es noch nicht so weit ist sie im vielen Bereichen ein wichtiges Instrument.

00:16:28: also ich habe tatsächlich in meiner Karriere, also wir blicken jetzt wieder zurück in meine Werbevergangenheit ganz oft auch den Trumpf gehabt oder den Vorteil gehabt die Quotenfrau zu sein.

00:16:41: Ich war zum Beispiel zweimal in Cannes, das ist so ungefähr wie der Oscar halt in der Werbewelt vielleicht kennst du das?

00:16:47: Der Werbepreis.

00:16:49: da war ich zweimal für Cyber und es war schlicht und ergreifend weil es kaum andere Frauen zu dem Zeitpunkt gab Kategorie und dann auch natürlich Disziplin geeignet haben, weil im Bereich Cyber also alles was mit neuen Medien, also jetzt digitalen Medien damals zu tun gehabt hat war sehr männlich auch dominiert.

00:17:15: Und damals... Zuerst habe ich mich geerd gefühlt, eingeladen zu werden und dann habe ich hin- und wieder diese Kommentare kassiert.

00:17:24: Hat mir jemand den Kopf geworfen, du bist ja nur eingeladene Quoten, weil du Quotenfrau bist?

00:17:29: Hat mich geärgert, da bin ich mir gedacht, okay interessant, da wird sofort deine Schublade aufgemacht, ich hineingestecke.

00:17:36: Das gefällt mir gar nicht!

00:17:38: Und hab natürlich auch die Quote aufgrund dieser eigenen Geschichte eher kritisch betrachtet.

00:17:46: Heute, zwanzig Jahre später sage ich, ich bin stolz darauf, Quotenfrau damals gewesen zu sein weil ich habe eben auch das Bild dort verändert.

00:17:56: Wenn ich damals nicht dort gesessen wäre, wäre gar keine Frau gesessen und wir reden da jetzt von den frühen Zweitausenden an.

00:18:02: Ich hoffe dass dann die Presse Fotos doch einige Frauen Also die Pressefotos der Churri, dann einige Frauen in der Branche inspiriert haben.

00:18:11: Zu sehen an gibt es ja doch auch Frauen oder eine Frau zumindest, die in dieser Kategorie nominiert hat oder die man gechatscht hat also Churrimitglied waren.

00:18:25: Insofern sehe ich das heute etwas anders als früher und wie gesagt die Quote ist gut wenn wir sie nicht mehr brauchen.

00:18:33: aber in der Zwischenzeit gibt's viele Gründe die dafür sprechen

00:18:36: Und wir wissen ja auch, man hat so viel Vorbildfunktion in dem man sich nach vorne stellt und diese Quote immer als Türöffner vielleicht für andere nutzt.

00:18:43: Absolut!

00:18:44: Weil – und das erlebte ich auch immer wieder – es ist tatsächlich so dass viele Frauen zu Angeboten zur Möglichkeit zu beruflichen Chancenführungspositionen ... übernehmen zu dürfen, oft auch Nein sagen.

00:18:57: Und jetzt kenne ich es von Veranstaltungen, die ich moderiere und dann sind Podiumsdiskussionen und dann ist quasi verzweifelt, nein sie ist eine reine Männerrunde weil wir haben keine Frau gefunden, die ja gesagt hätte.

00:19:11: Liegt's an den Frauen oder liegts an dem sozialen Preis?

00:19:14: Oder woran liegts?

00:19:16: Es liegt am sozialen Preis.

00:19:20: Also ich glaube, das kann man jetzt nicht trennen zu sagen.

00:19:22: Litzern in Frauen und beim sozialen Preis zahlen ja eben die Frauen.

00:19:27: Aber gerade was das Thema Panel- und Podiumsdiskussionen angeht – meine Erfahrung sagt mir, wenn man sich genug bemüht findet man schon niemanden aber es ist halt oft der easy way out also schneller mal da.

00:19:40: okay dann kennen wir den, den, denen immer die gleichen und dann laden wir die alle ein.

00:19:45: Und wenn man, deswegen habe ich das vorher auch gemeint.

00:19:47: Das braucht halt auch die Bekenntnis dessen was tun zu wollen etwas verändern zu wollen.

00:19:52: also wenn man sich die Mühe macht dann für verschiedene Kompetenzen auch Frauen finden zu wollen bin ich mehr sicher es ist möglich.

00:20:01: Du hast von Pajanan Buch geschrieben Die Macht zentrale.

00:20:05: Was bedeutet für dich denn

00:20:07: Macht?

00:20:08: Ja die Macht ist für mich so ein ganz Bannendes Thema.

00:20:12: Ich habe in meinen Coaching sehr früh eben bemerkt, dass Frauen sehr schnell, sehr leise werden wenn es um die Macht geht was ja im krassen Widerspruch steht dazu das ja Empowerment momentan in aller

00:20:25: Munde ist.

00:20:26: und wenn wir Empowerments denken dann denken wir eigentlich fast nie Macht weil dieses Wort im englischen Power auch so etwas ist wie Kraft oder Stärke, aber eigentlich ist die Macht gemeint.

00:20:39: Also das heißt wenn wir Empowerment mal dann übersetzen, dann kommen wir sehr schnell drauf dass da die Macht drin steckt.

00:20:44: und ich habe eben bemerkt in meiner Arbeit, dass es eine sehr große Distanz gibt zwischen Frauen und Macht und das hat mich neugierig gemacht.

00:20:52: Ich wollte mir wirklich anschauen okay warum ist der so?

00:20:55: Und wie können wir diesen Brückenschlag auch machen?

00:20:59: Wie können wir diese Distanz überbrücken und vermindern, weil ich ganz einfach der Meinung bin dass unsere Welt ein besserer Ort sein wird wenn die Machtzentralen da draußen etwas bunter und egalitärer verteilt sind.

00:21:14: Weil wir müssen nur jeden Tag die nachrichten schauen oder die oberösterreichischen Nachrichten aufschlagen, sehen wir es passiert so viel in der Welt was eigentlich nicht ideal läuft und meine Hypothese ist durch die Neuverteilung von Machtzentralen sind auch neue Lösungen möglich.

00:21:32: Und ich glaube davon werden wir alle profitieren.

00:21:34: also nicht nur wir fahren sondern auch Männer.

00:21:37: Jetzt sagst du ja, dass dieses Buch Frauen Lust auf Macht machen soll und

00:21:43: Lust aufs

00:21:44: Gestalten.

00:21:48: Was genau bedeutet das?

00:21:50: Wie sollen Frauen mehr Lust auf Machen bekommen?

00:21:52: Bei Macht denkt man sofort an die Männer dieser Welt, die hingreifen und sagen, ich mache es schon!

00:21:57: Und Frauen, die dann überlegen, da kann es wirklich... und naja, aber ich bin noch nicht vielleicht so weit So die andere zu jetzt machen.

00:22:05: Ja genau, das gibt sogar tatsächlich Studien zu dem was du jetzt ansprichst.

00:22:10: also wenn man sich die klassische Ausschreibung für einen Job anschaut und dann gibt es halt gewisse Anforderungen an das Jobprofil Dann sagt mir so schön Die Männer bewerben sich schon wenn sie sechzig Prozent davon erfüllen Und wir Frauen überlegen noch ob wir's tun können oder uns zutrauen können, wenn wir schon hundertzwanzig Prozent erfüllen.

00:22:31: Also das deckt ein bisschen so das ab.

00:22:34: Ja Frauen sollen Lust auf gestalten haben.

00:22:36: ich finde einfach dass es wichtig ist weil Frauen bringen unglaublich viele Kompetenzen mit ein und auch Charaktereigenschaften in das Thema Leadership was Thema Leadership auch in der jetzigen Zeit und auch in Zukunft mehr und mehr braucht.

00:22:52: Empathiestärke, Kommunikationsstärke – auch das Schaffen von sozialer Sicherheit im Teams sind lauter Dinge die uns Frauen sehr, sehr liegen und die einfach in einer modernen Führung ganz wichtig sind.

00:23:05: Also insofern will ich einfach dass die Frauen mir Lust haben aufs Gestalten und damit logischerweise ein bisschen mehr Lust auf die Macht.

00:23:13: denn eines ist ganz wichtig Wenn wir so davor zurückstrecken, wir müssen uns über eines im Klaren sein.

00:23:21: Wenn wir die Macht ignorieren – also ich meine jetzt uns Frauen – dann findet sie ohne uns statt.

00:23:26: Die verschwindet nicht!

00:23:28: Das heißt, wenn wir uns immer wieder auch in die zweite Reihe zurückziehen oder eben uns davor... quasi bewahren, da in die erste Reihe zu gehen oder anzupacken oder zugestalten müssen wir uns darüber auch im Klaren sein.

00:23:41: Na gut aber dann ist natürlich schon auch möglich das der Dinge passieren die ich nicht so gut finde und deswegen ist es so wichtig dass wir eben dieses dieses Mindset entwickeln, dass wir Gestalterinnen sein können.

00:23:55: Ja, wir haben einen großen Preis noch aktuell zu zahlen aber jede Frau die sich jetzt dazu entscheidet es zu machen ist wiederum ein ganz wichtiges Role Model für die Generationen danach plus diese auch die Möglichkeit für andere Frauen zu zeigen.

00:24:11: Schau mal ich mache es!

00:24:13: Es ist möglich und ich bin ja gar nicht so unsympathisch während ich das tue.

00:24:19: Jetzt behaupte ich Frauen haben immer schon Verantwortung übernommen.

00:24:22: Und jetzt kommt das aber ganz viel.

00:24:25: eben in der Kehrarbeit, im Familienbereich wenn es um die Kinder geht.

00:24:28: und alle die jetzt im Kinderhaben wissen sobald dieses kleine Zwetschgalt da ist Ist man als Frau, auch wenn man eine tolle Führungsposition vorher hatte, unfassbar zwiegespalten wie man es denn jetzt machen soll.

00:24:41: Absolut!

00:24:42: Weil es klingt so leicht ja, man braucht nur Kinderbetreuungseinrichtungen und dann geht das schon, wenn man davon abgesehen ist, dass wir strukturell dort noch nicht sind.

00:24:50: aber es ist schon ein bisschen diese Denkweise die in uns steckt kümmert sich ja ums Kind und wenn man es nicht tut, ist doch dieses Rabenmutter diese dunkle Wolke der Rabemutter.

00:25:02: Zumindest man spürt's aus eigener Frage weiß ich mal spürts schon irgendwie sobald man das kleine etwas dann irgendwann in eine Grabelstube abgibt und es weint mal bittelig kriegt man als Mama dieses Gefühl Ich mache alles Falsch!

00:25:16: Man kann es ja irgendwie überhaupt nicht mehr richtig machen.

00:25:18: Das stimmt,

00:25:18: man kann sowieso nicht richtig machen.

00:25:20: aber die Erkenntnisse ist übrigens ganz ganz wichtig weil wenn wir wissen wir können uns gar nichts richtig machen brauchen wir es auch gar nicht probieren es richtig zu machen.

00:25:28: Aber wie natürlich auf das eingeht was du auch jetzt gesagt hast Ja wir wissen natürlich dass das für Frauen wahnsinnig schwierig ist in dem Moment wo sie Kinder haben das alles um deinen Hut zu bringen.

00:25:39: und da ist ein wichtiges Wort genannt Raben Mutter.

00:25:42: Ich frage dich mal, warum gibt es das Wort Rabenvater nicht?

00:25:47: Warum werden Männer nie gefragt wie sie es denn schaffen Karriere und Familie unter den Hut zu bringen.

00:25:52: Wir fahren aber die ganze Zeit!

00:25:54: Also auch da ist es wiederum wichtig dass wir einfach mal uns ins Bewusstsein rücken, dass wir hier unterschiedlich messen Auch unterschiedliche Interpretationen auch zuweisen uns dann auch in weiterer Folge überlegen, wollen wir das weiterhin zu tun?

00:26:10: Oder wollen wir vielleicht auch hier etwas anders damit umgehen in Zukunft.

00:26:14: Und was natürlich ganz wichtig ist an der Stelle ich will hier überhaupt nicht sagen dass jede Frau und jede Mutter Liederin sein muss.

00:26:23: es geht sich sowieso nicht aus aber ich will schon in einer Welt leben wo's einfach fairer ist und wo Frauen die das wollen mehr Möglichkeiten haben dafür dann auch so abgestraft werden, wenn sie sich dann erlauben das zu tun.

00:26:37: Jetzt reden wir eben über Female Empowerment und es gibt ja mittlerweile tolle Konferenzen auf dem Thema Vorträge und so weiter Problemsdiskussionen.

00:26:47: also gibt's da tolle Sachen und man kommt dann immer auch sehr enthousiastisch raus.

00:26:50: Das Publikum ist ja dann auch zu ninety-fünf Prozent weiblich die auf solche Kongresse gehen was ich interessant finde.

00:26:57: eigentlich müssten ja auch die Männer hingehen damit das Verständnis füreinander vielleicht wächst.

00:27:01: ist man total entusiasmiert nach so einem Tag oder halb Tage, egal.

00:27:05: Und was ich dann oft feststelle – und das ist jetzt vielleicht ein bisschen provokant – aber dass es in der Umsetzung nach außen so wie Frauen unterstützen uns auch gegenseitig gar nicht mal so die Realität ist.

00:27:16: Stimmst du, dass auch wahr?

00:27:18: Stimmt!

00:27:18: Ja, dass nämlich nur ich so war, sondern auch, da sie es tatsächlich wiederlegt oder nicht wirklich wiederlegt, sondern bewiesen von zahlreichen Studien, dass wir Frauen tatsächlich mit uns gegenseitig also mit anderen Frauen, da wir es ja härter ins Gericht gehen als mit den Männern.

00:27:36: Kann man zum Beispiel beobachten bei Verhandlungssituationen?

00:27:40: Also wenn wir uns zum Beispiel vorstellen eine HR-Chefin, also weiblich die verhandelt einmal mit einem Mann und einmal mit einer Frau das Gehalt fürs kommende Jahr dann weiß man aus Studien dass die leider besser unter Anführungsstrichen großzügiger mit dem Mann umgeht als mit der Frau.

00:28:00: Was steckt da dahinter?

00:28:01: Es gibt ja diesen schwierig auszusprechen den Begriff der Misogenie, also des strukturellen Frauenhasses.

00:28:09: Ich weiß es ist erst ein sehr sperriges Wort und wenn man's dann erklärt was heißt?

00:28:12: das ist fast schon erschreckend weil struktueller Frauenhaus klingt halt schon sehr hart.

00:28:17: aber wir müssen die Dinge auch beim Namen nennen sonst kommen wir in der Diskussion nicht weiter.

00:28:22: und den gibt es!

00:28:24: Den gibt es einfach und den dürfen wir auch nicht wegdiskutieren, weil wenn man den weg diskutiert kommen wir erst recht nicht weiter.

00:28:31: Das heißt du sprichst das Wichtiges an.

00:28:33: Auch wir Frauen müssen besser werden uns gegenseitig zu unterstützen Zu verstehen.

00:28:39: okay Es kann eben nicht nur eine geben Sondern es kann mehrere Frauen geben die erfolgreich sind Weil es ist so ein Bild als Narrativ dass in uns drin steckt nämlich dieses.

00:28:48: es kann noch eine geben Aber es kennen wir, Schniewittchen und die Siebenzwerge.

00:28:52: Bei Popalt-Scholl gibt's nur einen Hund der Mädchenes bei Harry Potter gibt's eine Hermine usw.

00:28:59: Wir haben auch die Kinderzählungen, die Kindergeschichten gespickt mit diesem Narrativ dass es immer nur ein Mädchen gibt.

00:29:08: aber das müssen man natürlich aushebeln.

00:29:10: Wir müssen besser werden, dass wir uns gegenseitig unterstützen wird sicher nicht leicht werden aber das ist absolut nötig.

00:29:17: Und man muss es, sagen wir mal, wie interessant ist.

00:29:19: Man muss auch nicht jeden mögen, egal ob Frauen oder Männer.

00:29:21: Es funktioniert so gut.

00:29:22: Das finde ich immer so lustig bei female empowerment natürlich.

00:29:24: Da müssen wir uns jetzt alle gegenseitig unterstützen und das muss man ja nicht.

00:29:26: Also man soll sich unterstützen und sich respektvoll behandeln aber... Ich finde, das ist ehrlicher vielleicht zu sagen so.

00:29:33: Wir unterstützen uns... weil die Sache gut ist,

00:29:35: die wir machen.

00:29:35: Das sowieso!

00:29:36: Aber ich ... das meinte ich gar nicht, sondern ich meinte auch, dass gerne auch jede Zuhörerin jetzt in deinem Podcast sich da auch einmal selbst reflektieren und die Frage stellen darf wie gut bin ich denn?

00:29:48: Auch die, die meine Freunde dann sind die, denen ich wohlgesonnen bin auch wirklich Support zu geben.

00:29:55: Weil das Spannende ist nämlich auch dass es uns sogar noch schwerer fällt bei den Frauen die uns wirklich nahe sind als befremden Frauen.

00:30:03: Ja auch da gibt's ganz interessante Beobachtungen.

00:30:07: insofern das habe ich gemeint du hast vorkommen recht soll jetzt nicht sein dass alles nur noch toxisch positiv ist und wir alle nur noch irgendwie empowern und gegenseitig beweihräuchern bringt ja auch nichts muss schon authentisch sein Aber eben, es dürfen sich alle mal die Frage stellen.

00:30:23: Wie gut bin ich denn?

00:30:24: Darin auch die Frauen, die mir wirklich am Herzen liegen und wo ich gut finde was sie machen zu supporten.

00:30:31: Wenn du jetzt einmal ganz generell nochmal auf die Leute, auf die Frau nachschauen, die zu dir kommen.

00:30:36: Wo entdeckst du so diesen häufigsten vielleicht Denkfehler oder vielleicht Glaubenssatz der in uns ist, wo du sagst, Schaut's mal da drauf!

00:30:45: Den sollt' man jetzt mal aushebeln.

00:30:46: oder diese diesen Denkfühler den macht's mir nicht mehr bitte.

00:30:50: Das kann ich gar nicht so beantworten, weißt du Elisabeth?

00:30:53: Es ist jedes Coaching anders.

00:30:54: Das ist auch der Grund warum ich meinen Job so liebe.

00:30:57: Jedes Mal wenn ich meine Türe aufmache beim Einzelcoaching oder jedes mal wenn ich in einen Raum reingehe für einen Workshop habe ich keine Ahnung was passieren wird.

00:31:05: Ja das ist ganz großartig und dem liefere ich mich auch aus weil ich weiß dass nur dann die besten Dinge entstehen können.

00:31:14: Aber du hast jetzt einen Klassiker schon vorhin angesprochen, den können wir da gern rauspicking als eben ein Beispiel für viele Dinge die da kommen können.

00:31:23: Nämlich dieser Versuch allen zu gefallen.

00:31:27: Also dieses Everyone-Starling sein zu wollen müssen wir natürlich auch schauen.

00:31:31: okay woher kommt das?

00:31:32: Grundsätzlich sind wir Menschen alle Männer und Frauen soziale Wesen Und in uns drinnen ist natürlich auch ein gewisser Mechanismus, der dafür sorgt dass wir uns in Gruppen, in Teams und halt in der Gesellschaft irgendwie gut integrieren wollen.

00:31:51: Also es macht schon Sinn das wir von anderen gemacht werden.

00:31:55: Wenn wir uns überlegen, fünftausend Jahre circa zurückgespult.

00:31:58: Da sind wir dann in verschiedenen Clans durch die Savanen gezogen und da war das schon wichtig dass wir auch gemocht werden wie wenn wir verstoßen worden sind dann war das eigentlich ein Todesurteil.

00:32:08: damals konnten wir nicht zur nächsten Tankstelle unser Mineralwasser oder was anderes zum trinken holen sondern aufgeschmissen.

00:32:14: Insofern der Mechanismus ist in uns und er hat doch tatsächlich seine Begründung.

00:32:20: Was wir uns aber heute fragen dürfen es zu welchem Preis Funktioniert dieser Mechanismus immer noch oder zu welchem Preis tickt das in uns?

00:32:29: Weil natürlich ganz oft und da sind wir dann schon auch bei den Frauen, viele Frauen auch dafür einen sehr großen Preis zahlen nämlich jedem gefallen zu wollen.

00:32:38: Und der große Preis schaut dann so aus dass diese Frauen die dann bei mir sitzen gar nicht mehr wirklich wissen was sie selber wollen und was ihre eigenen Bedürfnisse sind, weil sie so getrieben sind nur die Bedürfenisse der anderen zu erfüllen oder die Erwartungen der anderen.

00:32:57: Das es tatsächlich dann einige Sessions braucht im Coaching um überhaupt einmal wieder dorthinzukommen zu wissen Das will ich, das brauche ich.

00:33:05: Das ist aber ganz wichtig dass wir den Zugang hier zu uns haben also zu unserem Kern.

00:33:10: wenn nur dann eben auch ein authentisches Leben in der ganzen Fülle möglich ist Wenn wir da so abgeschnitten sind und gar keinen Zugang mehr zu unseren eigenen Wünschen Bedürfnissen träumen haben Dann wird es sehr schwierig

00:33:24: In

00:33:25: allen Lebensbereichen nicht nur im Leadership sondern überhaupt.

00:33:28: Nehmen wir zum Beispiel Beziehungen her.

00:33:31: Also die Paarbeziehung, ganz egal Mann-Frau, Mann-Mann-, Frau-Frauen ist immer gut wenn beide Partner in der Beziehung wissen was die eigenen Bedürfnisse sind und was die eigene Werte sind.

00:33:42: Erst dann ist es auch möglich sich auf Augenhöhe zu begegnen.

00:33:47: Was war rückblickend die cleverste Entscheidung deiner beruflichen Laufbahn?

00:33:54: Die cleverste Entscheidung meiner beruflichen Laufbahn.

00:33:57: Also es gibt einige sehr klävere Entscheidungen.

00:34:02: Sehr clever war natürlich meine Entwicklung meiner Plattform, Leaders Academy.

00:34:07: Warum war das sehr clever?

00:34:09: Ganz einfach weil ich gesehen habe dass der Andrang uns die Nachfrage nach dem was sich mache so groß ist dass ich das gar nicht alles bedienen kann.

00:34:18: ja weil ich aber auch nur vierundzwanzig Stunden Und ich habe dann zwar viele Jahre sehr viele Einzelcoachings gemacht, aber hab dann schon gemerkt das geht nicht auf Dauer in dem Ausmaß und in der Frequenz.

00:34:30: Insofern habe ich dann eben die Liters Academy gegründet.

00:34:34: Das ist die Plattform wo wir Frauen einen authentischen Wert orientierten Führungsstil erlernen dafür sorgen, dass sie den etablieren können.

00:34:46: Und das war schon sehr smart, dass wir es gemacht haben also ich mit meiner Partnerin und mit weiteren Partnern haben das ins Leben gerufen.

00:34:53: Wir sind super stolz weil wir haben jetzt dann demnächst dreihundert Alumne Also dreihundert Frauen haben das Programm schon absolviert.

00:35:00: Das heißt wir sind eine sehr cool wachsende Community die sich gegenseitig extrem supportet.

00:35:07: auch das ist etwas was mich mit stolz erfüllt.

00:35:09: Aber es würde ich mal sagen, ist sicherlich eine der besten und klügsten Entscheidungen in den letzten Jahren gewesen.

00:35:15: Und das ist auch schön, weil durch solche Programme bildet sich ein Netzwerk und wir wissen alle Netzwerke...

00:35:21: Das brauchen wir!

00:35:22: ...das machen wir in allen Bereichen?

00:35:23: Absolut

00:35:24: ja.

00:35:24: Wir brauchen gute Netzwerken, wir brauchen Netzwerker auf die wir uns verlassen können.

00:35:29: und eben um auf das zurückzuspringen was wir vorhin hatten also wenn dann jemand in unserem Netzwerk einen Podium besetzen will, andere Alumnisse in ihrem Netzwerk, wo sie schauen können okay wer ist die Expertin zu Thema X Y und Z?

00:35:45: Und das macht natürlich total Sinn.

00:35:48: Das ist schön!

00:35:49: Vielen lieben Dank für die Einblicke.

00:35:51: am Ende noch eine Frage was ist denn die eine Eigenschaft auf die du ehrlich stolz bist, die wir uns von dir abschauen könnten.

00:36:00: also ich bin sehr glücklich darüber dass zu gewisser Konsequenz auch neige.

00:36:08: Also für mich ist es fast wie total natürlich, wenn ich mir etwas vornehme das konsequent zu verfolgen und das erwähne ich jetzt eben auch deswegen auf deine Frage hin was man sich da abschauen kann.

00:36:23: Das weiß ich dass das viele Leute an mir toll finden oder das bewundern und ich bin mir durchaus dessen auch bewusst, wie viel es mir auch schon gebracht hat.

00:36:33: Deswegen da bin ich super stolz und super happy

00:36:35: darüber.".

00:36:36: Ich sage vielen lieben Dank für dieses Gespräch!

00:36:38: Danke dir, Lisa Wett!

00:36:42: Das war Club der Cleveren.

00:36:45: Willst auch du ein bisschen cleverer werden?

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00:36:59: Alle Folgen findest du auch auf Nachrichten.at slash-podcast oder ganz praktisch in der UN App unter Medien.

00:37:09: Bis zum nächsten Mal!